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Praxis Dr. Tank
Newsletter #2 / 2013

 
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Liebe Leser,

Ostern ist vorüber und die Sonne steigt wieder höher am Himmel. Ab jetzt können Sie Ihren Vitamin D Spiegel auch in Hamburg auf natürliche Weise anheben. Ohne Lichtschutz in die Mittagsonne, 10-15 Minuten reichen. Nutzen Sie Ihre Mittagspausen, lassen Sie Arme und Beine bestrahlen und vermeiden Sie Sonnenbrände.

Ich war im Urlaub in Borneo (Malaysia) und West Papua (Indonesien) zum Tauchen. Während des Fluges über Borneo konnte ich Ausmaß der Abholzung des letzten Urwaldes, in dem noch wilde Orang-Utans leben, sehen. So weit das Auge reicht werden Urwälder abgeholzt und durch Monokulturen von Ölpalmen ersetzt. An den Küsten entstehen riesige Aquakulturen, in denen unsere Shrimps gezüchtet werden. Dafür verschwinden die natürlichen Mangroven, die Kinderstuben vieler Tierarten. Ein Trauerspiel, auch wenn wir zugeben müssen, dass wir bei uns auch so ziemlich alle Wälder abgeholzt haben und aktuell die letzten alten Bäume gezielt fällen. Wir sind durch unsere Biosprit-Verordnung und den zunehmenden Verbrauch an palmölhaltigen Produkten, mit Schuld daran, dass dort riesige Umweltschäden entstehen.

Im Celebischen Meer bei Mabul sind die meisten Riffe zerstört, einerseits durch Dynamit-fischen, aber auch durch die Zunahme an vor allem chinesischen Tauchtouristen, die sich mit ihren überdimensionierten Kameraausrüstungen auf die Korallen legen und für ein Foto das Wachstum von Jahrhunderten kaputt machen. In Raja Ampat (West Papua) sind wenigsten die meisten Riffe noch in Ordnung, es gibt wenig Tourismus, dafür aber schon viel Plastikmüll in Meer. Wir hatten zwar kein fließendes Wasser, dafür aber WLAN in unserem Eco-Resort. Da sieht man, wie die Prioritäten gesetzt werden. Ein weltweiter Verzicht auf Plastik-Einweg-Erzeugnisse wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den Ruanda schon vor Jahren gegangen ist. Dort sind Plastiktüten verboten.

Ich bin wieder in der Praxis, die nach Fernsehauftritt und Stern-Artikel aus allen Nähten platzt. Wir bemühen uns nach Kräften, aber derzeit beträgt die Wartezeit auf einen Termin etwa 6 Wochen.

Die (meist palmölhaltigen) Schokoeier haben ihre Spuren hinterlassen, die man bei manchen sehen und messen kann. Zucker ist in größeren Mengen ziemlich ungesund. Wie sehr, hat der Ökotrophologe und Buchautor Dr. Nicolai Worm in einem Vortrag hier in Hamburg erklärt. Sein neues Buch mit dem Titel: "Menschenstopfleber" wird in diesem Sommer erscheinen. Gefährlich ist der Zucker in Überdosis, weil er Fett entstehen lässt, dummerweise nicht nur am Bauch und in der Unterhaut, sondern leider auch in den Geweben der Organe. Dazu werde ich in einem der späteren Newsletter Stellung nehmen. In diesem Newsletter finden Sie einen Artikel zum richtigen Krafttraining. Sitzen, fernsehen, essen und trinken haben gerade in der kalten Jahreszeit bei vielen einen großen Raum eingenommen. Und Inaktivität führt zu Muskelverlust, Energielosigkeit und letztendlich Krankheit. Und zusammen mit Weihnachtsgebäck und Ostereiern gerne auch mal zu Übergewicht. Doch nicht alle Schlanken sind gesünder als Dicke.

Im März war ich in der Sendung "Mein Nachmittag" im NDR zum Thema "Histaminintoleranz". So groß wie dieses Mal war die Resonanz auf meine Auftritte noch nie. Das hat mich bewogen, auch in diesem Newsletter zu diesem Thema noch einmal Stellung zu nehmen. Die Wochenzeitschrift Der Stern hat den besonderen Fall aus meinem letzten Newsletter aufgegriffen, nachrecherchiert und in Ausgabe 16 vom 11. April 2013 veröffentlicht. Vielleicht trägt das ja dazu bei, dass auch andere Kollegen ein bisschen besser hinschauen. In diesem Newsletter drucke ich den Brief einer Patientin ab, die durch ihren Frauenarzt "krank" geworden ist. Und es gibt neue, hochwertige Zahnimplantate.

Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Newsletter auch an Freunde und andere Interessierte weiterleiten würden!

Schönen Frühling!

Ihr M.Tank
 
Inhalte â“

In diesem Newsletter

Histaminintoleranz
Lieber dick und gesund
Krafttraining - Fitnessstudio und kein Erfolg?
Krank durch Verhütungsmittel?
Neue Zahnimplatate - noch nicht für jedermann!
Aktuelle Mitteilung â“

Rote Listen an Medizinstudenten zu verschenken

Für Medizinstudenten: Wir haben je eine Rote Liste der Jahre 2008, 2009 und 2010 zu verschenken. Wer zuerst kommt, kann wählen.

Allergie

Histaminintoleranz

imageIm Darm rumort´s besonders nach dem Essen, Kopfschmerzen und Herzrasen können auftreten, das Gesicht wird rot, die Nase geht zu und die Augen jucken, eine Hitzewelle durchströmt einen, die Blähungen erzwingen ihren Weg ins Freie und vielleicht kommt noch ein bisschen weicher Stuhl oder gar Durchfall mit.



So könnte das ausgeprägte Szenario eines Krankheitsbildes sein, das neuerdings in aller Munde ist: Histaminintoleranz. "Histamin? - hab ich schon mal irgendwo gehört..." wird manch einer sagen. Stimmt! Histamin ist ein körpereigener Botenstoff. Histamin spielt eine Rolle bei Allergien vom Soforttyp, also z.B. Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien oder Medikamentenallergien.

Bei einem Allergietest auf der Haut wird ein Tropfen einer Histaminlösung aufgebracht und die Haut dann im Tropfen oberflächlich angeritzt. Die Folge ist eine Quaddel. Diese Quaddel MUSS auftreten, dann ist der Patient testfähig - Histamin ist die so genannte Positivkontrolle.

Am 6. März 2013 war ich mit dem Thema Histaminintoleranz zu Gast in der Sendung mein Nachmittag (Ein Mitschnitt findet sich - allerdings ohne Einspielfilm - in der NDR-Mediathek)

Eine Patientin wurde in dem Einspielfilm vorgestellt, die nach 2-jähriger Ärzteodyssee dann endlich die Diagnose Histaminintoleranz gestellt bekam. Durch die Meidung histaminreicher und histaminfreisetzender Nahrungsmittel geht es ihr nun besser. Der Tenor lautete: Mit der richtigen Ernährung, die sie lebenslang einhalten muss, kann sie wieder ihr normales Leben führen. Wie ich schon in der Sendung gesagt habe, teile ich diese Meinung ausdrücklich nicht. Ich bin der Meinung, dass solchen Patienten in den meisten Fällen geholfen werden kann, auch ohne ständige Diät normal zu leben. Dazu will ich Ihnen das Krankheitsbild ein bisschen erklären.

Intoleranz bedeutet im medizinischen Zusammenhang Unverträglichkeit. Im Gegensatz zu einer Allergie ist eine Intoleranz immer Dosis-abhängig. Viel schadet viel, wenig schadet wenig. Unverträglichkeiten kennen viele als z.B. Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz), Glutenintoleranz (Ein besonderes Eiweiß, das hauptsächlich in Getreiden vorkommt, kann nicht verarbeitet werden). Für diese eben genannten bestehen zwei verschiedene Formen. Es gibt jeweils eine angeborene, genetisch festgelegte (und unbehandelbare) Form und eine erworbene Form dieser Erkrankung.

Für Histamin ist bisher keine genetische Form beschrieben, es handelt sich also um eine erworbene Erkrankung. Und wenn man vorher nicht krank war, sollte es auch Möglichkeiten der Heilung geben.

Eine Histaminintoleranz ist eine erworbene Unfähigkeit Histamin im Darm ausreichend abzubauen.

Was bedeutet jetzt Intoleranz für den Darm? Der Stoff gegen den man intolerant geworden ist, kann nicht mehr richtig verarbeitet werden. Er reichert sich an und löst Reaktionen aus. Diese sind meistens Blähungen, Durchfälle, Bauchschmerzen, teils krampfartig, meistens im Zusammenhang mit Nahrungsaufnahme.<

Während es sich bei Fruktose, Laktose und Gluten um Nahrungsmittelbestandteile handelt, kommt Histamin nicht nur in Nahrungsmitteln vor, sondern ist auch ein im Körper selbst gebildeter Botenstoff. Normalerweise wird Histamin in Zellen des Immunsystems gespeichert und nur auf bestimmte Reize (z.B. Antikörpereaktion gegen ein Allergen) freigesetzt. Histamin reguliert u.a. die Durchblutung und die Durchlässigkeit von Blutgefäßwänden und somit die Wasserverteilung im Gewebe. Menschen, die sich dauerhaft mit zu wenig Flüssigkeit versorgen, haben erhöhte Spiegel an Histamin im Gewebe. Freies Histamin sorgt für einen Flüssigkeitseinstrom. Man kann diesen bei Allergietests erkennen, es bildet sich eine Quaddel. Bei allergischen Reaktionen, an denen Histamin als Botenstoff des Immunsystems beteiligt ist, kommt es zu Anschwellungen von Gewebe. Schleimhäute haben eine große Elastizität und können deshalb sehr stark anschwellen, im schlimmsten Fall so sehr, dass die Atemwege verlegt werden und Erstickung droht.

Histamin wird aus der Aminosäure Histidin gebildet. Diese Bildung erfolgt auch durch Bakterien in Nahrungsmitteln, wenn diese reifen. Lange gereifte Käse, Räucherwurste, Schinken, Rotweine, Bier und vor allem Konserven enthalten oft großen Mengen an Histamin. Auch unverarbeitetes Fleisch und frischer Fisch, der länger gelagert wurde, können nennenswerte Histaminmengen enthalten. Früher wurden Lebensmittel haltbar gemacht, in dem man sie vergor. Fermentierte Lebensmittel, z.B. Sauerkraut, sauer eingelegter Fisch oder Gurken stehen noch heute auf unserem Speiseplan und gelten als besonders förderlich für die Darmgesundheit. Das sind sie auch - so lange sich keine Histaminunverträglichkeit eingestellt hat, denn Histamin enthalten sie reichlich.

Neben histaminhaltigen Lebensmitteln gibt es noch Lebensmittel, die körpereigenes Histamin im Darm freisetzen und so zu erhöhten Mengen an Histamin im Darm führen können. Medizinisch werden sie Histaminliberatoren genannt. Dazu gehören, Erdbeeren, Ananas, Zitronen, Meeresfrüchte, manche Getreide, Kakao und vor allem Alkohol. Normalerweise wird das freigesetzte Histamin im Darm durch ein Enzym namens Diaminooxidase (DAO) gespalten und wirkungslos gemacht. Wenn von diesem Enzym nicht genug vorhanden ist, kommt es zu einer Anhäufung von Histamin und verstärkten Wirkungen. Wenn die Darmwand nicht intakt ist, kann Histamin sogar in Blut und vor allem Lymphe aufgenommen werden und ins Kreislaufsystem geraten. Das erklärt Fernwirkung z.B. Kopfschmerz, Herzrasen, Kollapsneigung und Flush-Symptome. Flush bedeutet Rötung, Hitzewallung.

Zu einer erworbenen Histaminintoleranz gehört also ein Mangel an DAO. Dieses Enzym wird von den Darmzellen gebildet, zumindest so lange diese gesund sind. Kranke Darmzellen sind in ihrer Funktion gestört. Sie bilden weder die nötigen Verdauungsenzyme, noch können sie Nährstoffe gezielt aufnehmen. Es kommt also zu Nährstoffverarbeitungs- und Nährstoffaufnahmestörungen. Erworbene Intoleranzen auch gegen Laktose, Fruktose oder Gluten und insbesondere gegenüber Histamin sind in erster Linie eine Erkrankung der Darmschleimhaut.

Doch was löst diese aus?

Jede Schädigung der Darmzellen hat eine Störung der Darmfunktion zur Folge. Akute Störungen machen sich schnell bemerkbar, meistens als Durchfallerkrankung. Der Körper versucht, das, was ihn im Darm schädigt, los zu werden. Wasser strömt in den Darm ein, es entsteht ein flüssigerer Stuhlbrei, den wir als Durchfall wahrnehmen. Bauchschmerzen können dazugehören.

Wer schädigt den Darm?

Giftstoffe, z.B. als Schimmelpilzgifte auf verdorbener Nahrung, Bakteriengifte z.B durch EHEC, Staphylokokkentoxine, Salmonellentoxine, Shigellentoxine ect. und Virusinfekte(Noro-,Rota-,Adenoviren) können solche akuten Durchfälle und Bauchprobleme auslösen. Beschwerden treten 2-4 Stunden nach dem Essen auf, wenn die Toxine, die meistens hitzestabil sind und den Kochvorgang überstehen, schon vorher in der Nahrung waren. Bei Infekten mit nicht abgetöteten Bakterien müssen diese sich erst vermehren, und brauchen deswegen eine Inkubationszeit von 2-3 Tagen, bevor sie nennenswerte Toxinmengen im Darm bilden.

Direkte Schädigungen durch Nahrungsmittel, die Gifte enthalten, klingen meist nach wenigen Tagen ab. Die Darmschleimhaut ist eines der sich am schnellsten teilenden Gewebe und erneuert sich in 72 Std. Deswegen ist nach 3 Tagen meist alles vorbei, mit oder ohne Arzt. Durchfall hemmende Stoffe, wie Loperamid (Immodium®) lähmen den Darm und erschweren die Ausscheidung und verlängern die Einwirkzeit der Gifte auf die Zellen und sollten deswegen NICHT verwendet werden. Wegen des Verlustes an Wasser und Salzen müssen Flüssigkeit, Zucker und Salze zugeführt werden. Neben dem Hausmittel "Cola und Salzstangen" haben sich Fertigpräparate bewährt, wie z.B. Elotrans® oder Oralpädon® (rezeptfrei in der Apotheke).

Bei Infekten mit Bakterien, die im Darm Giftstoffe bilden, klingen die Beschwerden erst ab, wenn die Bakterien eliminiert sind oder so wenig geworden sind, dass sie keinen Schaden mehr anrichten. Heute wird in diesen Fällen weniger mit Antibiotika gearbeitet, als vielmehr mit Präparaten, die die Darmflora stimulieren und so eine Selbstregulation unterstützen. Dennoch kann in schweren Fällen eine Antibiotikagabe sinnvoll sein. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass jede Antibiotikagabe immer auch die Darmflora beeinträchtigen und deswegen Auslöser eines Floraungleichgewichts sein kann. Weil es einen engen Zusammenhang zwischen Darmschleimhaut und Darmflora gibt (Darmzellen brauchen die Flora zur Funktion), kann jede Störung dieser Symbiose Folgen für die Darmzellenfunktion haben. AKUTE Störungen heilen meist aus und hinterlassen keine Intoleranz.

Chronische, weniger akute Infekte machen sich meist nicht als Durchfall oder dauerhafter Bauchschmerz bemerkbar, sondern als Verstopfung (nur jeden zweiten Tag Stuhlgang oder seltener) oder als Reizdarm (mehrere Stuhlgänge am Tag, meist weich bis breiig), Schmerzen sind, wenn überhaupt, eher kolikartig. Kinder klagen öfter über unklare Bauchbeschwerden, die sich keiner Mahlzeit oder Tageszeit zuordnen lassen. Oft werden psychische Ursachen angenommen (Schulprobleme). Erwachsene beschreiben häufiger einen unregelmäßigen Stuhl (mal fest und selten, mal fast flüssig). Diese Beschwerden sind verdächtig für chronische Infekte des Darms, die bakteriellen Ursprungs sein oder auf einer Parasiteninfektion beruhen können. Stuhluntersuchungen bringen oft kein verwertbares Ergebnis, weil es sich um Erreger handelt, die in den Zellen leben. Insbesondere Yersinia enterocolitica und Listeria monocytogenes, aber auch andere Bakterienstämme lassen sich als chronische Infekte nur mit speziellen Bluttests (LTT) nach weisen, die von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Parasiten werden in Stuhlproben fast nie gefunden. Da sie auch nur selten Blutbildveränderungen auslösen, werden sie üblicherweise als nicht vorhanden eingeschätzt.

Ein neuer Stuhltest kann jetzt helfen, zu bestätigen, was in meiner Praxis seit Jahren mit Applied Kinesiology diagnostiziert und erfolgreich behandelt wird. Der TFT (triple feces test) ist ein Stuhltest aus drei Proben, die an drei aufeinander folgenden Tagen gewonnen werden. Zwei dieser Proben werden in Formaldehyd gegeben. Dadurch werden Gewebe vor dem Zerfall bewahrt. Die dritte Probe ist eine gewöhnliche Stuhlprobe aus der immunologische Untersuchungen gemacht werden. Übliche Stuhlproben, die von der Toilette bis ins Labor oft Tage brauchen, enthalten viele Parasiten nicht mehr, weil diese ganz einfach an der Luft verwesen. Bereit 30 Minuten nach Stuhlentnahme beginnt der Zerfallsprozess, im Labor ist dann nichts mehr zu finden. Durch die Konservierung der Parasitenzellen im Formaldehyd gelingt es speziell ausgebildeten Experten, nach entsprechender Aufarbeitung und 13 verschiedenen Färbungen, mikroskopische Präparate herzustellen, in denen dann die Parasiten gefunden werden können.

Bis heute ist der Test nur in Holland und Belgien verfügbar. Er kostet € 97,- und ist derzeit nicht erstattungsfähig. Selbstverständlich können Sie ihn in meiner Praxis bekommen. Er kann als Suchtest benutzt werden, aber auch er kann eine Infektion nicht sicher ausschließen. Es sind gerade die chronischen bakteriellen Infekte und die Parasitosen, die die Darmwand so schädigen, dass Verdauungsenzyme nicht ausreichend gebildet werden. Das Erscheinungsbild kann dann eine Histaminintoleranz sein, aber auch erworbene Glutenunverträglichkeiten, Laktose- und Fruktoseintoleranz. Auch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind oft dramatisch zu bessern, wenn man die ungebetenen Untermieter beseitigt, die Darmflora wieder aufbaut und dann die nötigen Nährstoffe gibt. Insbesondere wegen der chronisch gestörten Darmbarriere werden manche Nährstoffe nicht aufgenommen und es kommt trotz vermeintlich guter Ernährung zu Mangelzuständen. Nach Ausheilung eines chronischen Infekts und Wiederaufbau der Darmflora, müssen die fehlenden Nährstoffe vorübergehend gegeben werden, um die Speicher wieder zu füllen. Es kann 6 bis 12 Monate dauern, bis der Darm seine normale Funktion wieder erreicht hat und Nahrungsmittel wieder konsumiert werden können, die vorher unverträglich geworden sind.

Eine wichtige Unterstützung bei einer Histaminintoleranz ist die Gabe von hochdosiertem Vitamin B6, Mangan und Zink. (Nährstofftest online: www.meingesundheitscheck.de). Auch das Enzym, das Histamin spaltet, kann man in der Apotheke kaufen. Daosin® ist nicht erstattungsfähig. Wenn die Einnahme von Daosin® die Beschwerden bessert, ist eine Histaminintoleranz wahrscheinlich.
Ernährung

Lieber dick und gesund als dünn und krank

image Es gibt Menschen, die essen, was sie wollen und sind trotzdem schlank. Andere sehen sich das Stück Schokolade nur von weitem an und werden dick. So etwas kennt man aus Erzählungen im Bekanntenkreis. Als Arzt, der seine Patienten anfasst, bemerke ich zunehmend Menschen, die zwar schlank sind, aber ein weiches schlaffes Gewebe haben und sich auch nicht fit fühlen. Die Mode macht möglich, dass sie in der Kleidung toll aussehen, aber wenn sie sich entkleidet haben, fällt das Ganze auseinander. Andere wiederum sind fit und sprühen vor Energie und haben objektiv einen dicken Bauch und Übergewicht.

Untersuchungen zeigen eindeutig: Inaktivität ist tödlich. Wer sich bewegt, egal ob ein bisschen übergewichtig oder schlank, lebt länger. Eine gesunde Muskelmasse ist wichtiger als eine Traumfigur. Seit Jahren messen wir die Zusammensetzung des Körpers mit BIA (Bioimpedanzanalyse). Die Technik, die durch "Fettwaagen" bekannt wurde, ist in medizinischen Geräten weiter entwickelt und wesentlich präziser als Waagen es sein können. Im Leistungssportbereich aber auch in der Diätberatung zur Gewichtsreduktion werden diese Geräte seit Jahren eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Krebspatienten und Diabetiker. Warum? Weil die neuen Geräte nicht nur Fett- und Muskelmasse messen, sondern vor allem die Wasserverteilung und die Muskelqualität. Muskelqualität bedeutet in erster Linie die Muskelernährung. Jemand, der viel sitzt und seine Muskulatur nicht trainiert, hat oft Normalgewicht aber einen kranken unterversorgten Muskel. Dagegen können sportlich aktive Menschen, die einfach zu viele Kalorien in sich reinstopfen, beste Muskelwerte haben und dennoch übergewichtig sein.

Krebspatienten und Diabetiker oder Menschen mit anderen, den Stoffwechsel beeinflussenden Erkrankungen können mit der Methode überwacht werden und man kann den Verlauf der Gewebequalität erfassen. Dadurch können Stoffwechselentgleisungen, die zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können, erkannt werden und rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Bei alten Menschen oder Krebspatienten kann dieses eine künstliche Ernährung sein, bei Coach-Potatoes reicht oft der Befund, um zu besserer Ernährung und mehr Sport zu motivieren.

Der Körper ist nun mal zum Benutzen gemacht. Inaktivität führt zu Substanzabbau. Was wir nicht nutzen, wird für überflüssig erklärt und weggespart. So kommt es, dass Menschen nach längerer Inaktivität Gewicht verloren haben und glauben, dies sei ein Abnehm-Erfolg. Faktisch aber ist nur die Muskelmasse weniger geworden.

Bei konstanter Nährstoffzufuhr aber zunehmender Inaktivität nimmt ein muskulöser Mensch zunächst ab, hält dann sein Gewicht und nimmt dann langsam zu.

Was passiert?

Die auftrainierten Muskeln werden bei fehlenden Nutzungsreizen relativ schnell abgebaut. Wer einmal eine eingegipste Extremität hatte, wird sich gewundert haben, wie schnell der Arm oder das Bein dünner wurden, wenn man sie ruhigstellte. Sportler, die eine Trainingspause haben, nehmen an Muskelmasse ab. Aber auch "Normalos", die einigermaßen regelmäßig Sport getrieben haben und dann z.B. wegen Ende des Studiums und Beginn einer beruflichen Tätigkeit den regelmäßigen Sport aufgeben müssen, verlieren Muskeln. Die Waage zeigt meistens eine geringe Gewichtsabnahme, die schon innerhalb von wenigen Wochen zu sehen ist. Dann kommt eine Phase des konstanten Gewichts. In dieser Phase wird die nötige Muskelmasse erhalten, wobei "nötig" sich durch die aktuellen Bedürfnisse definiert. Wer einen Büro-Job annimmt, wird relativ wenige Muskeln brauchen, wer körperlich mehr tun muss, braucht entsprechend mehr Muskeln. Bei konstanter Nährstoffzufuhr wird bei reduzierter Muskelmasse weniger Energie verbraucht und die Bilanz weist plötzlich Überschüsse auf. Und die werden von einem Körper, der seit Millionen von Jahren gelernt hat, schlechten Zeiten vorzubeugen, vorsorglich in Speicherenergie umgewandelt und abgelagert. Wir nennen das dann Körperfett. Langsam steigt der Zeiger auf der Waage nach oben. Je nach mit der neuen beruflichen Veränderung einhergehenden Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten (Bäcker um die Ecke statt Mensa) kann diese Gewichtszunahme langsam erfolgen oder sprunghaft. Insbesondere alte Menschen nehmen anfangs langsamer und dann sprunghaft zu, weil sich durch Altersrückbildung und mangelnde Aktivität die Muskelmasse reduziert.

Wenn ich mit Menschen rede, die Anfang 30 sind und über Übergewicht klagen, können diese ziemlich genau sagen, wann ihre Gewichtszunahme startete. Nehmen wir mal die aus, die schon seit Kindheit zu dick sind, dann höre ich meistens zwei Zeitpunkte, an denen etwas passiert ist. Einmal der Beginn des Studiums (oft gleichbedeutend mit dem Zeitpunkt, an dem man sich erstmals selbst ernährt und nicht bei Mutti zum Essen geht) und zum anderen der Beginn der beruflichen Tätigkeit oder eine Beförderung auf einen besonders wichtigen Posten, der so viel Arbeit verlangt, dass das Privatleben zu kurz kommt. Der den beruflichen Anforderungen geschuldete Zeitaufwand ist das größte Problem. Er fehlt für die Bewegung und, weil man auch nach körperlich wenig anstrengender Tätigkeit einfach "kaputt" ist, fehlt oft auch die Motivation, sich zu bewegen. Mannschaftssportler haben den Vorteil, dass ein gewisser Druck da ist, zum gemeinsamen Training zu gehen und so den "Inneren Schweinehund" zu überwinden.

Was sich geändert hat, ist also die Lebensweise.

Und die wird bezeichnet durch das griechische Wort díaita und wurde ursprünglich im Sinne von "Lebensführung"/"Lebensweise" verwendet. Heute dagegen bedeutet Diät im engeren Sinne eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Spannend ist, dass die meisten Menschen, wenn sie abnehmen wollen, nicht nur die Ernährung ändern, sondern zumindest am Anfang auch Sport machen. Es ist also eigentlich bekannt, dass es nicht nur ums Essen geht, sondern um die Lebensweise. Und dort ist der Ansatz jeglicher Therapie. Alle, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind und sich an uns wenden, um abzunehmen, müssen sich fragen lassen, was sie glauben, woran es liegt, dass sie dick geworden sind. Und fast alle wissen, dass es mangelnde Bewegung und hochkalorische Nährstoffzufuhr sind. Stoffwechselerkrankungen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder auch Parasitosen können ebenfalls zu Gewichtszunahme führen und müssen ausgeschlossen werden. Nur wer gesund ist, sollte hungern oder fasten.

Bevor man also anfängt zu hungern, damit die Bikinifigur wiederkommt, muss man sich fragen, ob man in der Lage ist, die Lebensweise zu ändern. Und erst wenn klar ist, dass man seinen Lebensrhythmus und die Bewegungsgewohnheiten umstellen kann, sollte man sich zu irgendeiner Diät entschließen. Unsere momentane Lebensweise wird fast immer vom Job und den sozialen Gegebenheiten bestimmt. Dass der Job einen zunehmend mehr in Anspruch nimmt - Arbeitsverdichtung wird das genannt und führt zu einer zunehmenden Zahl von Überforderungssyndromen (Burn out) - ist unbestritten und manchmal nicht zu ändern. Soziale Gegebenheiten, z.B. die Pflege von Angehörigen, die Aufzucht der eigenen Kinder oder Bedürfnisse des Lebenspartners, sind ebenfalls schwer zu verändern. Es sind aber diese "Umgebungsfaktoren", die den einzelnen in seiner Bewegung und Ernährung und der Höhe seiner Stresshormone beeinflusst. Und die Summe dieser Gegebenheiten führt zu dem Ergebnis, dass uns der Blick in Spiegel und auf die Waage bestätigt. Hilfe zur Veränderung gibt es z.B. durch persönliches Coaching in Verbindung mit klassischer Homöopathie durch Frau Rohde. Sie ist Heilpraktikerin und hat eine Zusatz-Ausbildung in lösungsfokussierter Kurztherapie. (Termine über 040-27873793 oder über meine Praxis)

Und noch ein Wort zum Hungern

Oft werde ich gefragt, ob fasten gesund ist. Die Antwort ist vergleichsweise einfach: Wer fit ist, gut genährt und körperlich aktiv, keine Mangelzustände aufweist und gesund ist, kann fasten. Wer schon gehungert hat um abzunehmen, Mangelzustände aufweist und sich unfit fühlt, für den kann Fasten ein Risiko darstellen. Grundsätzlich sollte Fasten von Menschen begleitet werden, die sich fachlich mit Fasten auskennen und entscheiden können, wann es besser ist, es nicht zu tun.
Gesundheit

Krafttraining - aber richtig

image Kommen wir zurück auf die Schlaffis. Figur bewusste Menschen, die hungern, nur um in eine bestimmte Kleidergröße zu passen, die in "Verpackung" sexy aussehen und nach dem Entkleiden nicht in den Spiegel schauen möchten, - diese Spezies ist oft nicht gesund.



Man kann schon beim Anfassen des Gewebes spüren, dass die Spannung fehlt. Spannung, die durch Benutzung der Muskulatur im Gewebe aufrecht erhalten wird. Oft betrifft das Frauen, die nach einer Schwangerschaft einfach keine Zeit mehr haben, Sport zu machen. Bewegung ist für die Muskelernährung nötig und damit für die gesamte Gesundheit. Den Zustand der Muskulatur, aber auch die Wasserverteilung, den Fettgehalt etc. können wir mit BIA (siehe oben) in der Praxis testen. Wenn wir finden, dass die Muskelernährung schlecht ist, die Muskelmasse gering und die Fettmasse trotz Normgewichts größer als erwartet ist, gilt es zu handeln. Neben einer optimierten und individuell abgestimmten Ernährung geht es um gezieltes Muskeltraining.

Wer noch nie Krafttraining gemacht hat, sollte sich in einem Fitnessstudio von einem Trainer die Geräte erklären und Übungen vorschlagen lassen. Diese sollten Sie etwa 4 Wochen machen. In diesen 4 Wochen gewöhnen Sie Ihren Körper an Krafttraining. Schmerzen während des Trainings sind NICHT normal und sollen vermieden werden. Im Zweifel suchen Sie einen Arzt auf und lassen die Ursache abklären. Nach 4 Wochen sollten die Trainingsgewichte angepasst werden, am besten mit dem Trainer. Leider ist die Qualität der Betreuung in den Studios unterschiedlich. Oft werden zu geringe Gewichte benutzt und der Trainingseffekt bleibt aus. Dann sollten Sie nach der Gewöhnungsphase mehr Gewicht auflegen. Wie viel wird unten erklärt.

"Ich geh doch schon seit 6 Monaten ins Fitnessstudio, Herr Doktor"

Ich kenne viele, die gehen regelmäßig ins Fitnessstudio "an die Geräte". Und wenn ich dann Frage, was sie dort tun, stellt sich raus, dass das fast nichts ist und kaum Effekt auf den Körper hat. Auch dazu ein Hinweis.

Belastungen, die der Körper nicht als Belastung empfindet, lösen keine Reaktion aus. Das bedeutet, Alibibewegungen können vielleicht den vorhandenen Muskel erhalten, nicht aber aufbauen. Ein Beispiel: Sie wiegen 70 kg und wollen Muskeln aufbauen. Wenn Sie an der Beinpresse mit 40 kg arbeiten ist das gerade ein bisschen mehr als ihr halbes Körpergewicht. Schon beim Treppensteigen drücken Sie aber Ihr gesamtes Körpergewicht mit einem Bein nach oben. Beinpresse mit 40kg wäre in diesem Fall Bewegung weit unterhalb der Belastungsgrenze, also ohne Trainingsreiz. Einbeinig mehr als 70 kg oder beidbeinig mehr als 140kg wäre richtig, würde man jetzt denken. Diese Rechnung geht nicht ganz auf. Was also tun um die richtige Belastung herauszufinden? Man macht einen so genannten Maximalkrafttest. Und der geht so:

Maximalkrafttest

Sie setzen sich in das entsprechende Gerät, stellen es für Sie passend ein und machen zunächst ohne Gewicht einige Wiederholungen. Dadurch gewöhnen Sie sich an den Bewegungsablauf und zeigen dem Körper, was Sie anschließend vorhaben. Dann legen Sie ein Gewicht auf, von dem Sie glauben, dass Sie es so gerade noch schaffen. Und dann führen Sie EINE Wiederholung der Trainingsbewegung aus. Genau eine! Wenn Sie diese nicht schaffen, reduzieren Sie das Gewicht. Wenn Sie diese schaffen, legen Sie mehr auf und machen einen neuen Versuch. Es gilt das Gewicht zu finden, das Sie genau einmal bewältigen können. Notieren Sie sich dieses Gewicht und die Einstellungen, die Sie am Gerät vorgenommen haben. Dann probieren Sie für alle Übungen, die Sie machen, aus, wo ihre Maximalkraftgrenze ist. Bei dieser Trainingseinheit geht es nur darum, Ihre Grenzen zu bestimmen, nicht darum, viele Wiederholungen zu machen.

Die von Ihnen genau einmal geschaffte Belastung entspricht 100% Ihrer Maximalkraft. Der Bereich in dem Sie trainieren müssen, um Muskelmasse aufzubauen, liegt oberhalb 80%. Wer also bei der Beinpresse 140 kg schafft trainiert mit mindestens 112 kg. Ich empfehle zum Muskelaufbau möglichst 3 Trainingseinheiten pro Woche. Machen Sie bei 80% - 95% Ihrer Maximalkraft so viele Wiederholungen wie Sie können. Sind es mehr als 15, erhöhen Sie das Gewicht um ca. 2 bis 5 %. Um im Beispiel zu bleiben: Legen Sie 5 kg mehr auf, also 117 oder sogar 120kg. Dann machen Sie erneut so viele Wiederholungen, wie Sie können. Sind es immer noch mehr als 15, dann erhöhen Sie weiter in 5%-Schritten. Sind es weniger als 15 bleiben Sie bei dem Gewicht. Ziel sind pro Trainingseinheit drei Durchgänge mit bis zu 15 Wiederholungen zur Erreichung einer muskulären Erschöpfung. Oft ist es so, dass Sie beim ersten Mal 15 schaffen, im zweiten Durchgang noch 12 und dann 10. Das bedeutet Sie haben Ihren Muskel gut gefordert. Seine Reaktion wird, wie gewünscht, Wachstum sein. Wer ohne große Probleme 3 x 15 Wiederholungen schafft, hat zu wenig Gewicht aufgelegt und damit wenig Trainingseffekt. Die muskuläre Erschöpfung ist der Reiz, der Muskelwachstum anregt.

Anfänger sollten an der Untergrenze, also bei etwa 80% der Maximalkraft anfangen, sportlichere Menschen, die schon Krafttrainingserfahrungen haben, können höher gehen. Die Pausen zwischen den Sätzen mit bis zu 15 Wiederholungen sollten nicht zu lang ausfallen, spätestens nach 2 Minuten sollte die nächste Serie ausgeführt werden.

Die erste Reaktion auf Training, die Ihr Körper, oft schon innerhalb von wenigen Minuten zeigt, ist, dass er mehr Muskelfasern ansteuert. Oft ist die zweite Serie am Trainingsgerät am Anfang einfacher als die erste. Der Effekt kommt durch eine erhöhte intramuskuläre Koordination zu Stande. Das bedeutet, der Körper benutzt mehr der vorhandenen Muskelfasern gleichzeitig und steigert so die Kraft. Innerhalb von drei Wochen kann so die Maximalkraft oft erheblich gesteigert werden, ohne dass es zu einer wesentlichen Zunahme der Muskelmasse kommt. Weil sich der Körper anpasst, muss auch die Belastung angepasst werden. Dazu macht man also nach 3 Wochen einen neuen Maximalkrafttest und legt die Belastung wieder auf 80-95% der Maximalkraft fest.

Nur wenn Sie die Reize, die sie setzen (hier das Gewicht), variieren, fordern Sie den Körper. Protokoll zu schreiben und sich die bewältigten Lasten und Wiederholungszahlen aufzuschreiben ist sinnvoll. Und etwa jede 10te Trainingseinheit sollte einen Maximalkrafttest beinhalten. Nun kann es sein, dass man an einem Tag super drauf ist und glaubt, man könne Bäume ausreißen, an einem anderen Tag aber das Gefühl hat, nicht einmal die üblichen 80% zu schaffen. Wichtig ist: nicht überfordern! Wenn man an einem Tag die Leistung nicht bringen kann, macht man eben weniger. Wenn man super drauf ist, kann man auch mal mehr machen, z.B. eine zusätzliche Serie.

Fieber ist ein Grund nicht zu trainieren. Schmerzen sind ein Grund, sich untersuchen zu lassen und nicht gegen den Schmerz anzutrainieren. Für Normalmenschen reicht dieses Konzept. Für leistungsorientierte Sportler oder gar Spitzensportler sollten individuelle Trainingskonzepte erstellt werden. Aber um die geht es in diesem Artikel nicht. Hier soll nur der Weg aufgezeigt werden, der schlanke und dicke Schlaffis wieder zu einer gesunden Muskulatur und zu mehr Energie verhelfen kann. Etwa die Hälfte unserer Magermasse sind Muskeln. Und die sind nur gesund, wenn sie regelmäßig benutzt werden. Auch Ausdauertraining, so genanntes Cardiotraining, ist wichtig. Manchmal ist es sogar sinnvoll, damit zu beginnen, bevor man an den Muskelaufbau geht. Aber das sollte dann mit einem Arzt besprochen werden.
Medizin

Krank durch Verhütungsmittel?

image Ich möchte Ihnen einen Brief einer Patientin nicht vorenthalten, der einmal mehr bestätigt, was ich schon an anderer Stelle gesagt habe. Die Gabe von Hormonen als Depot, sei es als Spritze, Hormonstäbchen, Pflaster, Nuvaring oder Hormonspirale ist unnatürlich und kann zu teils erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Nur wird der Zusammenhang oft nicht hergestellt. Während Hormone im Körper einer Schwankung unterliegen und zu bestimmten Zeiten ausgeschüttet und dann wieder abgebaut werden, haben alle Depotformen, aus denen sich dauerhaft eine bestimmte Menge an (künstlichen) Hormonen freisetzt, die Folge, dass diese natürlichen Schwankungen entfallen. Ich sehe neben den im folgenden Brief beschriebenen Beschwerden oft Kreislaufprobleme, Hautprobleme, Beckeninstabilität und dadurch ausgelöste Schmerzen des unteren Rückens, emotionale Schwankungen und gehäufte Infektanfälligkeit für Infekte im Genitalbereich.

Aus meiner Sicht ist die "richtige" Pille, bei der man das Hormon einnimmt und so den Anstieg des Hormonspiegels erreicht, der dann bis zur nächsten Einahme wieder abfällt, natürlicher und mit weniger Problemen behaftet. Aber die Pille muss die richtige, also individuell auf Verträglichkeit getestet sein. Sonst drohen auch hier z.B. Wassereinlagerungen, Kopf- oder Muskelschmerzen, Libidoverlust und Hautprobleme.

Lieber Dr. Tank,

obwohl ich Sie nun schon seit vielen Jahren kenne und 'Alternativmedizin' auch kein Fremdwort für mich ist, habe ich diesmal teures Lehrgeld bezahlt. Bei der Testung von Zahnmaterialien für eine bevor stehende Zahnbehandlung sagten Sie gleich, dass meine Leber und die Hormone nicht in Ordnung seien. Auf weitere Nachfrage musste ich zugeben, dass es mir seit einigen Wochen gar nicht gut ging:

- Permanent starke Rückenschmerzen im Lendenwirbel Bereich - dies schob ich darauf, dass mein Sohn mit drei Jahren und 16 kg seitdem seine Schwester da ist, ständig auf den Arm will
- Starke Müdigkeit/Schlappheit erklärte ich mir mit einem nach Schwangerschaft und Stillzeit noch nicht wieder richtig eingestelltem Schilddrüsenwert
- Appetitlosigkeit
- irgendwie war ich nicht mehr richtig 'ICH'

Vor ca. vier Wochen hatte ich mir die Hormonspirale einsetzen lassen. Laut meiner Gynäkologin war vier Monate nach der Entbindung ein günstiger Zeitpunkt dafür, da das Gewebe noch sehr elastisch ist. Von ihrem Einsetzen merkte ich auch so gut wie gar nichts; jedoch begannen schon wenige Tage später die Beschwerden. Ich kam nicht darauf, dass diese etwas mit der Hormonspirale zu tun haben könnten. Ihr Tipp brachte mich darauf.

Nach Beratung mit der Gynäkologin Frau Dr. Ebsen, die diese Verhütungsform aus alternativ-medizinischer Sicht ebenso wie Sie absolut ablehnt, habe ich die Spirale sofort entfernen lassen. Zwei Tage später waren alle Beschwerden weg.

400,- EUR für vier Wochen Verhütung, anstatt für geplante fünf Jahre waren ein teurer Spaß! Zudem hatte ich, ich nehme an bedingt durch die abgegebenen Hormone, in dieser Zeit keine Lust auf Sex mehr! ...was wohl die eigentliche Verhütungsleistung dieser Spirale ist, wie mein Mann feststellte!

Also lieber Dr.Tank, wieder einmal vielen, vielen Dank!
Medizin

Neue Zirkonimplantate

imageWer sich heute Zähne ziehen lassen muss, kann sich später Implantate setzen lassen. Während früher Brückenkonstruktionen und Teilprothesen die einzige Lösung waren, geht man heute dazu über, einzelne Zähne durch Implantate zu ersetzen.



Diese Versorgung ist vergleichsweise teuer und muss in der Regel selbst bezahlt werden. Schlimm, wenn man eine vierstellige Summe investiert hat, und feststellen muss, dass das Implantat nicht gehalten hat. Der Verlust von Implantaten erfolgt meistens, weil sich eine Entzündung bildet, die den das Implantat haltenden Knochen erfasst und diesen zerstört. Auf Titan, den Stoff aus dem heute die meisten Implantate, nicht nur für Zähne, auch für künstliche Gelenke, Schrauben und Platten zur Versorgung von Knochenbrücken etc. bestehen, kann man kaum allergisch werden. Allerdings besteht nicht selten eine unspezifische Entzündungsreaktion, die je nach Genetik stärker oder weniger stark ausfallen kann.

Als mögliche Alternative zum Titan gibt es inzwischen Zirkonimplantate (Zirkon ist ein Mineral), die vom Körper nicht abgestoßen werden und auf die es keine immunologischen Reaktionen gibt. Das Problem der Zirkonimplantate ist nicht nur ihr höherer Preis, sondern auch die Sprödigkeit und damit verbundene geringe Flexibilität, die eine sehr präzise Implantation erfordert. Es müssen schon gute und erfahrene Zahnärzte sein, die Zirkon implantieren. Der Vorteil des Zirkon, das mit dem Körper nicht reagiert, ist auch ein möglicher Nachteil, weil der Knochen es fest umwachsen muss. Weil die Zirkon-Knochenverbindung bisher ein Problem war, sind nun neue Implantate auf dem Markt, die eine rauhere Oberfläche haben und so eine bessere Einheilung garantieren sollen. (FC-Implantate).

Diese neuartigen Implantate sind noch nicht auf dem freien Markt erhältlich, nur ausgewählte Zahnärzte bekommen sie schon. Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich guten Kontakt zu einer entsprechenden, auch ganzheitlich arbeitenden Zahnärztin/Oralchirurgin in München habe, die solche neuen Implantate setzen kann. Die Implantation erfolgt in Zusammenarbeit mit Ihrem Zahnarzt, der die Vorarbeiten und die weitere prothetische Versorgung nach Implantation durchführt. Sie müssen also nur einmal nach München, die weitere Versorgung kann zu Hause durchgeführt werden. Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie mich bitte an, ich stelle auf Wunsch den Kontakt her.
Praxis für ganzheitliche Medizin
Dr. med. Michael Tank
Krohnskamp 17, 22301 Hamburg
www.tank-deutschland.de | praxisdrtank@web.de
Tel 040-250 02 86 | Fax 040-250 50 80
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